Januar – Drei wertvolle Erkenntnisse
Schon ist der Januar vorbei. Rückblickend war mein Start mit dem Retreat genau richtig. Denn drei Dinge wirken am Monatsende noch nach. Ganz leise – so, wie echte Erkenntnisse oft kommen.
Mit den ersten 3 Dingen (Gegenwärtig sein, der Grund für mein Handeln und Bedingungslosigkeit – mehr dazu findest du im Blog vom 19.01.2026) sind noch drei weitere Grundgedanken für mich aus der Stille am Jahresanfang präsent.
1.Durch Begegnungen wachsen – auch durch „Arschengel“
Begegnungen sind nie zufällig. Manche Menschen tun uns gut, andere fordern uns heraus. Und dann gibt es sie – die sogenannten „Arschengel“. Das ist nicht meine Wortschöpfung – trifft trotzdem perfekt die Wirkung. „Arschengel“ sind Menschen, die uns nerven, verletzen oder an Grenzen bringen. Und genau darin liegt ihre positive Kraft.
Denn oft zeigen sie uns etwas, das wir selbst noch nicht sehen (oder sehen wollen). Alte Muster. Wunde Punkte. Erwartungen, die wir an andere – oder an uns selbst – haben. So geschieht Wachstum nicht nur in harmonischen Gesprächen, sondern gerade dort, wo es reibt.
Wenn ich bereit bin hinzuschauen und mich zu fragen:
- Was will mir diese Begegnung zeigen?
- Was hat das Ganze mit mir zu tun?
Das ist nicht bequem und tut vielleicht auch weh. Aber sie sind ehrlich. Und sehr wirksam. Wenn man diese Fragen als Chance für eine kostenfreie Lerneinheit sieht.
Das heißt für mich auch, für „Arschengel“ innerlich dankbar zu sein – wie sonst hätte ich so konkret die Möglichkeit zu wachsen?
Einer Führungskraft habe ich direkt nach dem Retreat diesen Tipp nochmal auf den Weg gegeben, als wir uns über ein schwieriges Gespräch ausgetauscht haben. Sie schaute mich an und ihre Haltung richtete sich auf, ihre Mundwinkel zogen sich nach oben und sie lachte: „Ja Hanka, so habe ich das noch nicht gesehen“. Sie entspannte sich und ich fragte, was sie denn an dem Thema lernen darf … „Mich groß machen und bei mir zu bleiben – danke lieber Arschengel“!
2.Gemeinschaft Gleichgesinnter – Motivation, die trägt
So wichtig die individuelle Reflexion auch ist – wir wachsen nicht allein.
Eine Gemeinschaft von Menschen, die ähnliche Werte teilen, sich ähnliche Fragen stellen und ähnliche Wege gehen, ist ein enormer Kraftverstärker.
In solchen Räumen muss ich mich nicht erklären. Ich darf zweifeln, hinterfragen, langsamer sein. Und genau dadurch entsteht Motivation – nicht durch Druck, sondern durch Verbundenheit.
Weil ich sehe, dass andere ähnliche Herausforderungen haben. Weil ich höre, wie sie damit umgehen. Weil wir uns gegenseitig ermutigen, dranzubleiben – auch dann, wenn der Alltag wieder lauter wird.
Diese Art von Gemeinschaft beflügelt mich. Ich bin dann euphorisch, voller Energie und sprudelnd. Ähnlich wie ein Pferd in der Box, das wartet endlich loszulaufen. Mit dieser Energie kann nicht jeder umgehen – einfach zuhören, nachzufragen oder einfach die Begeisterung des anderen zu feiern!
Hier habe ich wieder gemerkt, wie wohltuend und unterstützend es ist, in einem Umfeld zu sein, dass diese Begeisterung mitträgt und befeuert.
Wenn du als ChefIn also wachsen willst, dann suche dir ein Umfeld, dass dich unterstützt, durch Zuhören, dass Fragen stellt und vor allem dich und dein Wachstum feiert.
3.Zeit zum Nacharbeiten – damit Erkenntnisse wirken können
Ob Podcast, Buch, Fortbildung oder Retreat. Oft folgt auf das eine schnell und sofort der nächste Input. Volker Busch hat in einem seiner „Gehirn gehört“ Podcast diesen Gehirngerechten Tipp gegeben: Nimm dir Zeit über das Gehörte nachzudenken und schreibe dir deine Erkenntnisse auf. Dann hast du eine Chance, dass die Erkenntnisse nicht verloren gehen und integriert werden können.
Denn Erkenntnisse brauchen Zeit. Zeit, um sich zu setzen. Zeit, um vom Kopf ins Leben zu kommen. Ohne diese Phase der Reflexion bleiben Impulse oft nur schöne Gedanken – aber ohne Veränderung.
Ich habe mir die Zeit zum nachzuspüren gegönnt. Mich mit einem Kaffee morgens noch im Dunklen im Wintergarten auf einen der gemütlichen Sessel niedergelassen und die Erkenntnisse in meinem Buch festgehalten.
Und jetzt, zum Monatsende, wo ich diese Zeilen schreibe, merke ich, dass die Wirkung immer noch spürbar ist. Mir zeigt das: Reflexion ist kein Luxus, sondern der erste Schritt, damit Erkenntnisse wirken können.
Nicht sofort ins „umsetzen müssen“ kommen, sondern sich fragen:
- Was hat mich beim Gehörten wirklich berührt?
- Was davon will ich weiter mitnehmen? (1-2 Dinge)
- Und wie darf es sich im Alltag wiederfinden?
Diese Zeit gönne ich mir mehr und mehr. Weil ich spüre: Genau hier entsteht für mich echte Entwicklung.
Und vielleicht ist das auch die Verbindung zwischen all dem:
Begegnungen, Gemeinschaft und Reflexion brauchen eines ganz besonders – Zeit.
Zeit, für Integration und um zu wachsen. In Stille. Und im echten Leben.
Und wenn du spürst, dass dir diese Schritte mit Unterstützung leichter fallen, dann klicke hier für deinen kostenfreien Impuls.
Oder komme in mein „Wohl:Führen“ Kurs – dort geben wir all dem einen geschützten Rahmen, den Empfindungen eine Richtung und bringen damit Veränderung auf den Weg – für mehr Leichtigkeit in deiner Führung.

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